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"European Inventor of the Year 2007"

Pressemitteilung vom 17.04.2007

Vier Deutsche unter den 12 Nominierten für Europas wichtigsten Innovationspreis

Nominierte haben mit ihren erfolgreichen Erfindungen einen wichtigen Beitrag zur technologischen und wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet / Die Gewinner des Preises "European Inventor of the Year 2007" werden am 18. April gekürt / Preis wird gemeinsam von EU-Kommission und Europäischem Patentamt verliehen

München / Brüssel, 15. März 2007

Am 18. April 2007 wird im Rahmen einer festlichen Gala in München zum zweiten Mal der von EU-Kommission und Europäischem Patentamt (EPA) gemeinsam initiierte Preis "European Inventor of the Year" an herausragende Erfinder verliehen. Jetzt wurden die von einer unabhängigen und hochkarätig besetzten internationalen Jury ausgewählten Nominierten in den vier Kategorien Industrie, kleine und mittlere Unternehmen, nicht-europäische Länder und Lebenswerk bekannt gegeben. Vier von ihnen werden den begehrten europäischen Innovationspreis aus den Händen von EU-Kommissar Günter Verheugen und EPA-Präsident Alain Pompidou entgegennehmen.

Ausgezeichnet werden Erfinder und Innovationen, die in Europa und darüber hinaus einen maßgeblichen und nachhaltigen Beitrag zum technischen Fortschritt und damit auch zur wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet haben. Entsprechend breit ist das Spektrum der nominierten Erfindungen: Es reicht von einem Patent, das die Funktionsweise von Herzschrittmachern revolutioniert und damit Tausenden von Menschen das Leben gerettet hat, über biologisch abbaubare Kunststoffe aus Pflanzenstärke bis hin zu einer Innovation, die in der Sensortechnik eine tragende Rolle spielt. Da Erfindungen oftmals aus Teamwork resultieren, wurden nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Teams nominiert.

Aus Deutschland sind gleich vier Forscher und Erfinder nominiert. Dies entspricht der Bedeutung Deutschlands als einem der führenden Innovationsstandorte weltweit. Hierzulande werden die meisten europäischen Patente eingereicht. Auch die Dienstleistungen des Deutschen Patent- und Markenamts werden von den Nominierten regelmäßig in Anspruch genommen.

  • Dr. Franz Lärmer und Andrea Urban von der Robert Bosch GmbH für die Erfindung des "Bosch-Prozess", ohne die es keine modernen Sicherheitstechniken wie den Airbag in Automobilen gäbe und die damit ein Lebensretter für viele Menschen ist.
  • Professor Dr. Karlheinz Schmidt für die Erfindung des "Gewebe-Engineerings", das dank des Einsatzes adulter Stammzellen das Wachstum von Organen und Knochen ermöglicht und so eines Tages lebensnotwendige Transplantationen überflüssig machen kann.
  • Professor Dr. Hans Meixner und Dr. Randolf Mock von der Siemens AG für die Erfindung der "Piezo-Direkteinspritzung" für Diesel-Fahrzeuge, ohne die Automobile heute sehr viel mehr Kraftstoff verbrauchen und Abgase emittieren würden. Sie ist mittlerweile Standard in der Automobilindustrie.
  • Professor Dr. Tim Lüth von der Technischen Universität München für die Erfindung eines medizinischen Roboters für die Anwendung im kieferchirurgischen Bereich. Der Roboter ermöglichte erstmals chirurgische Präzisionsbohrungen über ein elektronisches Positionierungssystem - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur medizinischen Robotertechnik.


Der "European Inventor of the Year" ist aber nicht nur aufgrund der Qualität und Bedeutung der ausgezeichneten Forscher herausragend unter den zahlreichen Innovationspreisen. Dank seiner geographischen Reichweite und seines Auswahlverfahrens ist er in der Tat einzigartig. Bei der Wahl der Nominierten konnte die Jury auch auf die Expertise der 3 500 Patentprüfer des EPA zurückgreifen. Zur Auswahl gelangten Erfindungen, die zwischen 1992 und 2001 patentiert und erfolgreich vermarktet wurden. Zwölf von ihnen wurden von der neunköpfigen Jury für die Prämiierung vorgeschlagen.

Mehr Informationen zum "European Inventor of the Year 2007" finden Sie unter: www.european-inventor.org

Für weitere Informationen, Akkreditierungswünsche und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Rainer Osterwalder
Direktor Media Relations

Europäisches Patentamt
Erhardtstr. 27 D- 80469 München
Telefon +49 (0)89 2399 1820
Fax +49 (0)89 2399 2850
Mobile +49 (0)163 8399 527
rosterwalder@epo.org
http://www.epo.org

Die Nominierten für den "European Inventor of the Year 2007", nach Kategorien:
Name Organisation Stadt/Land Innovation
Industrie
MalcomBegemann, Willem Boute, Marijn van Gemert Deam Corp. Amsterdam, Niederlande Herzschrittmacher mit automatischer Anpassung an den Tagesrhythmus Patienten
Professor Dr. Hans Meixner, Dr. Randolf Mock Siemens AG München, Deutschland Piezo-Direkteinspritzung: optimierte Kraftstoffzufuhr für Fahrzeugmotoren
Dr. Franz Lärmer, Andrea Urban Robert Bosch GmbH Stuttgart, Deutschland "Bosch-Prozess", revolutionierte die Herstellung von Mikro-Strukturen bei Sensoren vor allem für Sicherheitstechnik Kraftfahrzeugen
Kleine und mittlere Unternehmen
Hakan Lans GP & C Systems International AB Saltsjöbaden, Schweden STDMA Data Linkzur exakten Positionsbestimmung von Flugzeugen und Schiffen
Professor Dr. Karlheinz Schmidt Gomaringen, Deutschland Gewebe-Engineering
Dr. Catia Bastioli, Vittorio Bellotti, Luciano del Giudice, Roberto Lombi Novamont S.p.a. Novara, Italien Biologisch abbaubare Kunststoffe auf der Basis von wasserunlöslicher Stärke
Nicht-europäische Länder
Sir Alec Jeffreys University of Leicester Leicester, GB Genetischer Fingerabdruck
Professor Dr. Tim Lüth Technische Universität München Garching, Deutschland Chirurgische Roboter
Professor Marc Feldmann Kennedy Institute of Rheumatology London, GB Behandlung von Autoimmun-Krankheiten durch die Entdeckung von Cytokinen

© 2012 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 06.02.2012 

 

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