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Deutsches und amerikanisches Patentamt beschleunigen Patentverfahren

Pressemitteilung vom 27.04.2009

München. Anmelder können ab heute im Rahmen eines Pilotprojekts bei den deutschen und amerikanischen Patentbehörden eine beschleunigte Prüfung beantragen. Diese Möglichkeit besteht, wenn die Patentanmeldung beim jeweils anderen Amt vorangemeldet und dort zumindest ein Anspruch für patentfähig befunden wurde. In diesem Fall werden die Arbeits- und Rechercheergebnisse der beiden Ämter ausgetauscht und können gegenseitig genutzt werden. Dies trägt dazu bei, die Qualität der Prüfung zu verbessern und das Verfahren zu beschleunigen. Der Anmelder erhält innerhalb von neun Monaten ab Eingang des Antrags und der erforderlichen Dokumente einen ersten Bescheid. Weder das DPMA noch das amerikanische Patent- und Markenamt (USPTO) sind an die Entscheidungen der jeweils anderen Behörde gebunden.

"Wir freuen uns, mit diesem Pilotprojekt die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern fortsetzen zu können. Die Kooperation unserer beiden Ämter stärkt die Effizienz und Qualität des Patenterteilungsverfahrens" erläutert Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts.

"Der Patent Prosecution Highway bringt sowohl für das USPTO als auch die Nutzer echte Vorteile, da Doppelarbeit vermieden wird, die Bearbeitung schneller erfolgt und eine hohe Patentqualität erreicht wird", erklärte der Geschäftsführende Staatssekretär für Geistiges Eigentum im US-Handelsministerium und Geschäftsführende Direktor des USPTO, John J. Doll. "Ein PPH-Projekt mit unseren Kollegen des Deutschen Patent- und Markenamts trägt zur Erweiterung des PPH-Netzwerks bei und eröffnet einem größeren Kreis von Nutzern die Möglichkeit, von diesen Vorteilen zu profitieren."

Der Antrag auf die beschleunigte Bearbeitung und weitere Informationen zum Pilotprojekt können heruntergeladen werden unter www.dpma.de:


Auch das amerikanische Patent- und Markenamt (USPTO) bietet Informationen zum PPH-Verfahren auf seinen Internetseiten unter www.uspto.gov/web/patents/pph/pph_dpma.html.

German and US patent offices speed up patent examination procedure

Munich. From today, applicants can request accelerated examination with the German and US patent authorities within the scope of a pilot program. This option is available if the patent application was previously filed at the respective other office and at least one claim had been determined to be patentable by that office. In this case, the two offices will exchange the work and search results, which can be mutually used. This will contribute to improving the quality of examination and to expediting processing. The applicant will receive a first office action within nine months from the receipt of the request and the necessary documents at the patent office. Neither the DPMA nor the United States Patent and Trademark Office (USPTO) will be bound by the decisions of the respective other authority.

'We are very pleased to enhance the successful international cooperation with our U.S. partners by implementing this pilot program. The cooperation between our offices will strengthen the efficiency and quality of the patent grant procedure', states Cornelia Rudloff-Schäffer, President of the German Patent and Trade Mark Office.

'Patent Prosecution Highway provides real benefits to both the USPTO and our users by eliminating redundant work, expediting processing and providing high quality of patents,' said Acting Under Secretary of Commerce for Intellectual Property and Acting Director of the USPTO John J. Doll. 'A PPH program with our colleagues at the German Patent and Trade Mark Office will help to further expand Patent Prosecution Highway network and allow a broader array of users to take advantage of these benefits.'

The form for requesting accelerated processing and further information on the pilot program can be downloaded at www.dpma.de:


The US Patent and Trademark Office (USPTO) provides information on the PPH procedure at www.uspto.gov/web/patents/pph/pph_dpma.html.

© 2014 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 09.12.2013 

 

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