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Nobelpreisträger Grünberg

Pressemitteilung vom 12.10.2007

München. Professor Dr. Peter Grünberg ist ein Paradebeispiel eines erfolgreichen Erfinders. Der diesjährige Nobelpreisträger für Physik ist einer der Entdecker des Riesenmagnetowiderstands-Effekt, der die Festplattenproduktion revolutionierte.

Das Forschungszentrum Jülich meldete im Juni 1988 Grünbergs Erfindung umgehend beim Deutschen Patent- und Markenamt zum Patent an, bevor die Erfindung in Fachjournalen publiziert wurde. So stellte das Forschungszentrum Jülich sicher, dass es ein Patent erlangen konnte und der Patenterteilung nicht die eigene wissenschaftliche Publikation der Erfindung entgegenstand. Es liegt auf der Hand, dass dieses Patent schnell erteilt werden konnte. "Ich freue mich natürlich, dass wir mit Peter Grünberg einen weiteren Nobelpreisträger unter unseren Erfindern haben, der zudem seine Erfindung erfolgreich verwerten konnte", so Dr. Jürgen Schade, Präsident des Deutschen Patent- und Markenamtes. "Das "Grünberg-Patent" zeigt, dass sich Schutzrechte lohnen", erläutert der Patentamtschef. Grünberg habe die Tragweite seiner wissenschaftlichen Arbeit erkannt und durch Schutzrechte rechtzeitig abgesichert.

Nur gewerbliche Schutzrechte sichern dem Inhaber durch das damit verbundene Alleinverwertungsrecht den "Return on Investment". Wie bedeutend das Patent Nr. DE 38 20 475 C1 ist, zeigt sich auch daran, dass es über 100mal von anderen, auch aktuellen Patentdokumenten zitiert wird. Es gilt damit als Grundlagenpatent. Das Schutzrecht "Magnetfeldsensor mit ferromagnetischer, dünner Schicht" ist immer noch in Kraft. Es handelt von Magnetfeldsensoren, bei denen zwischen zwei ferromagnetischen Schichten eine extrem dünne Zwischenschicht gepackt ist, die nur wenige Atomlagen dick ist. Dadurch nimmt die messbare Widerstandsänderung durch ein äußeres Magnetfeld um eine ganze Größenordnung zu.

© 2012 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 06.02.2012 

 

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