Im Technischen Informationszentrum Berlin (TIZ) ist die 1. Phase der Renovierung und Neuausstattung der Öffentlichkeitsbereiche abgeschlossen. Aus diesem Anlass stellte Frau Franke, Leiterin des TIZ, die verbesserten Recherchemöglichkeiten nach gewerblichen Schutzrechten (Patente, Marken, Geschmacks- und Gebrauchsmuster) vor: "Ziel der Neugestaltung ist es, moderne Informationsmöglichkeiten im gegebenen historischen Umfeld bereitzustellen. Mit der nun vorhandenen leistungsfähigen Technik können die Nutzer des TIZ Berlin umfassende und gezielte Recherchen durchführen. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung in unserer Region".
Das Technische Informationszentrum Berlin (TIZ), eine Außenstelle der 1998 nach Jena verlagerten ehemaligen Dienststelle Berlin des Deutschen Patent- und Markenamtes, hält für die Öffentlichkeit ein umfassendes Informationsangebot über gewerbliche Schutzrechte (Patente, Gebrauchsmuster, Marken, Geschmacksmuster) und DIN-Normen bereit.
Dies erlaubt intensive Recherchen, um den aktuellen Stand der Technik und der gewerblichen Schutzrechte kennenzulernen und die Konkurrenzsituation und gegegenenfalls die Erfolgsaussichten einer eigenen Patent- oder Markenanmeldung abschätzen zu können.
Im TIZ Berlin stehen unter anderem über 40 Millionen Patentschriften aus 23 Ländern (auch Osteuropa), circa 2 Millionen Nachweise zu Marken und circa 350.000 Veröffentlichungen zu Geschmacksmustern bereit.
Außerdem kann in über 40 CD-ROM und Online Datenbanken recherchiert werden. Deutsche und internationale Patentschriften in Kopie stellt der Schriftenvertrieb gegen Entgelt bereit.
Die Nutzung dieses Informationsangebotes ist durch die mit einem zentralen Server vernetzten 17 modernen PCs, von denen sechs in der neu eröffneten Halle Ost (Öffentliche Markenkartei) stehen, wesentlich verbessert und erleichtert worden. Zusätzlich stehen den Nutzern zwei DEPATIS-Stationen für Patentrecherchen in modernster Form zur Verfügung.
Neben der Bereitstellung moderner Technologie möchte das Technische Informationszentrum Berlin aber auch seine historischen Wurzeln im Kaiserlichen Patentamt sichtbar machen. Der mächtige und repräsentative Bau in der Gitschiner Straße in Berlin-Kreuzberg aus dem Jahre 1905 bildete damals einen harmonischen Kompromiss zwischen Architektur und zweckmäßiger Ausstattung als Patentamt. Der Öffentlichen Markenkartei benachbart ist ein sogenanntes "Historisches Prüferzimmer" eingerichtet worden, das die Arbeitsbedingungen der Patentprüfer im Kaiserlichen Patentamt für Besucher erlebbar machen soll.
© 2012 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 06.02.2012