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Deutsches Patent- und Markenamt erwartet mehr als 120 000 Patentanmeldungen

Pressemitteilung vom 30.10..2001

Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) sind bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2001 82.263 Patentanmeldungen registriert worden. Dies bedeutet zum Vergleichszeitraum des Vorjahres eine Zunahme von 15,8%. Bis zum Jahresende werden weit mehr als 120.000 Patentanmeldungen erwartet. Auch die positive Entwicklung der Erfindungstätigkeit in Deutschland setzt sich weiter fort. Bis Ende September gingen 34.096 Patentanmeldungen aus Deutschland ein. Für das gesamte Jahr 2001 werden rund 54.000 Anmeldungen aus dem Inland erwartet (2000: 53.521).

Freie Erfinder setzen eigene Schwerpunkte

Die freien Erfinder in Deutschland werden in diesem Jahr 7.200 Patente beim DPMA anmelden. Das entspricht 13,4% des Gesamtvolumens der aus dem Inland stammenden Patentanmeldungen.
Bemerkenswert ist, dass die Patentanmeldungen der freien Erfinder deutlich eigenständige technische Schwerpunkte aufweisen. Die freien Erfinder engagieren sich besonders stark auf den Gebieten der Kraftfahrzeugtechnik, dem Bauwesen und dem Gesundheitswesen. Gleiches gilt für Gegenstände des persönlichen Bedarfs und des Haushalts, für Erfindungen zur Landwirtschaft und für neue technische Lösungen auf dem Gebiet Unterricht, Akustik, Informationsspeicherung.

DPMA setzt verstärkt auf Einsatz von Informationstechnologie

Unter www.dpma.de sind umfangreiche Informationen zu den einzelnen Schutzrechten gezielt abrufbar. Über diese Website führt auch der Zugang zu den Datenbanken des DPMA. Beispielsweise zu dem Auskunftssystem DPINFO, in dem jeder kostenfrei nach Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Geschmacksmustern recherchieren kann. Oder auch zu dem neuen Dienst DEPATISnet, der Datenbank der Patentprüfer des Amtes. Dieses Archiv umfasst derzeit mehr als 25 Millionen Patentdokumente; jährlich kommen rund eine Million neuer Dokumente hinzu. So kann jeder bequem von zu Hause online und kostenfrei in sämtlichen deutschen Patenten seit 1877 recherchieren. Darüber hinaus sind im Einvernehmen mit den Patentämtern vieler anderer Staaten auch deren Dokumente via World-Wide-Web abrufbar. Australien, Japan, die USA, Großbritannien, Italien und die ehemalige Sowjetunion sind nur einige der in DEPATISnet gelisteten Informationspools.
Die Informationstechnologie im DPMA wird weiterhin Zug um Zug ausgebaut: Neben der Einführung der elektronischen Akte und der elektronischen Anmeldung ist auch die Umstellung auf elektronische Publikation geplant. Damit erfährt das Patentamt im Rahmen seines Modernisierungsprogramms DPMA 2000 seinen eigenen Innovationsschub.

© 2012 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 06.02.2012 

 

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