Berlin. Das Deutsche Patent- und Markenamt feiert heute 100 Jahre Patentamt in Berlin Kreuzberg. Bald nach seiner Gründung im Jahr 1877 benötigte das damalige Kaiserliche Patentamt ein größeres Gebäude. So wurde auf dem Gelände der ehemaligen Garde-Kürassier-Kaserne in der Gitschiner Straße ein repräsentatives und funktionales Dienstgebäude errichtet. 10 Kilometer Flure verbanden im neuen Amtsgebäude 700 Diensträume, 12 Sitzungssäle, 11 Kassenräume, drei Kanzleisäle sowie eine repräsentative Auslegehalle. Äußerer Glanzpunkt des neuen Bauwerks war der 41,5 m lange Mittelbau der Straßenfront in der Gitschiner Straße. Er ist heute leider nur noch teilweise erhalten. Am 18. November 1905 erfolgte die offizielle Übergabe des Gebäudes durch den Staatssekretär des Reichsamts des Innern an den Präsidenten des Kaiserlichen Patentamts, Carl Hauß.
Nach dem zweiten Weltkrieg und vier Jahren patentamtsloser Zeit wurde das Deutsche Patentamt mit Hauptsitz in München errichtet. Das Deutsche Patent- und Markenamt ist aber weiter mit wichtigen Bereichen in Berlin präsent. Bis 1998 firmierte das Kreuzberger Gebäude unter der Bezeichnung "Dienststelle Berlin". Seit 1998, der Gründung der "Dienststelle Jena", ist das Deutsche Patent- und Markenamt mit dem "Technischen Informationszentrum Berlin" in der Bundeshauptstadt vertreten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gitschiner Straße informieren über die gewerblichen Schutzrechte und arbeiten eng mit den regionalen Patentinformationszentren zusammen.
© 2012 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 06.02.2012