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140 Jahre Patentamt in Deutschland: Europäischer Spitzenreiter unter den nationalen Behörden

Pressemitteilung vom 29. Juni 2017

München/Berlin. Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) blickt am Samstag auf 140 Jahre erfolgreicher Behördengeschichte zurück. Am 1. Juli 1877 als "Kaiserliches Patentamt" in Berlin gegründet, ist das DPMA heute das nationale Kompetenzzentrum auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. Mehr als 130 000 Patente, Marken, Gebrauchsmuster und Designs allein im Rekordjahr 2016, mehr als 2 500 Beschäftigte sowie Einnahmen von 394 Millionen Euro machen es zur europäischen Nummer 1 der nationalen Patent- und Markenämter.

Seit 1. Oktober 1949 hat die Bundesbehörde ihren Sitz in München. Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten am 3. Oktober 1990 wurden 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 13,5 Millionen Patentdokumente aus dem "Amt für Erfindungs- und Patentwesen" der DDR übernommen. Heute ist das DPMA gemeinsam mit seinem Informations- und Dienstleistungszentrum in Berlin sowie den Dienststellen in Jena und Hauzenberg (Landkreis Passau) an vier Standorten in Deutschland vertreten. Mehr als 850 Patentprüferinnen und -prüfer und rund 100 Markenprüferinnen und -prüfer sorgen für den Schutz geistigen Eigentums und unterstützen so die Innovationskraft der Wirtschaft - von großen Unternehmen über den Mittelstand bis hin zu Startups und Einzelerfindern. Eine IT-Abteilung mit hochqualifizierten Fachleuten sorgt im Hintergrund für eine zukunftsorientierte elektronische Systemarchitektur und reibungslose Prozessabläufe.

Was im DPMA geleistet wird, zeigt die Jahresbilanz 2016: Pro Arbeitstag wurden mehr als 140 Patent- und 300 Markenverfahren vollelektronisch erledigt, etwa 600 Kundenanfragen bearbeitet und rund 4.400 Zahlungsvorgänge gebucht. Die E-Serviceangebote wie elektronische Anmeldung von Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs, Schutzrechtsrecherchen und elektronische Versendung entwickelt das Amt kontinuierlich im Interesse der Kunden fort.

Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer: "Das DPMA selbst ist eine erfolgreiche Erfindung, die sich nicht um die Zukunft sorgen muss! Wir sind global gut vernetzt und haben heute mehr denn je eine gefestigte Position - als Arbeitgeber und Dienstleister, als Akteur im weltweiten Schutzrechtssystem und als Spitzenreiter in Sachen E-Government. Unser strategisches Zukunftsbild DPMA2020 bestimmt die nächsten operativen Maßnahmen und dank flexibler und familienfreundlicher Arbeitsbedingungen ist das DPMA erfolgreich im "Wettbewerb um kluge Köpfe", die die hohe Qualität und Verlässlichkeit unserer Dienstleistungen garantieren."


Von der Kaiserzeit bis heute: Zeitreise durch die Behördengeschichte

Am 1. Juli 2017 bietet das Informations- und Dienstleistungszentrum des DPMA in Berlin von 15 bis 18 Uhr einen Stadtrundgang auf den Spuren des Patentamts an. Dabei wird die bewegte Geschichte in Berlin lebendig: von den Anfängen als Kaiserliches Patentamt an der Wilhelmstraße bis zum heutigen Sitz der Berliner Dienststelle am Landwehrkanal (Gitschiner Straße 97). Zudem führt der Rundgang auch zur Adresse des früheren "Amtes für Erfindungs- und Patentwesen" der DDR - auch in Sachen Innovationsschutz war Berlin über Jahrzehnte eine geteilte Stadt. Cornelia Rudloff-Schäffer: "Kommen Sie doch einfach mit und tauchen Sie ein in die bewegte Vergangenheit des Amtes."

Nähere Informationen zum Stadtrundgang finden Sie hier.


Außerdem veröffentlicht das DPMA anlässlich seines 140-jährigen Bestehens jeden Monat neue Einblicke in seine Geschichte von 1877 bis heute unter www.dpma.de/amt/geschichte.


© 2016 Deutsches Patent- und Markenamt | Stand vom 07.09.2017